Amplituden- und Phasenfehler verhindern, dass die Arraykanäle mit den vorgesehenen komplexen Gewichten kohärent summieren; dadurch ändern sich Strahlrichtung, kohärenter Gewinn, Strahlform, Nebenkeulen und Nulltiefe. Entscheidend sind Position und Korrelation der Fehler über der Apertur sowie Scanwinkel, Elementdiagramm, Frequenz und Kalibrierzustand. Die typische Genauigkeit eines Einzelkanals belegt daher keine Arrayleistung.
Das Budget umfasst Fertigungsstreuung, Temperaturgradient, Frequenzgang, Quantisierung, LO- und Taktabweichung, Kopplung, leistungsabhängige Drift und Restfehler nach Kalibrierung. Hardwareanforderung und Richtdiagrammsimulation müssen dieselbe RMS-, Worst-Case- oder statistische Annahme verwenden. Zusätzlich werden Stellbereich, Auflösung, Monotonie, Einschwingzeit und Wiederholbarkeit an der Kalibrierreferenzebene spezifiziert.
Abzulehnen ist eine Vorgabe, die nur Raumtemperatur und Mittenfrequenz nennt, bei der die Nennkalibrierung schon die Stellreserve aufbraucht oder die einen driftenden beziehungsweise ausgefallenen Kanal nicht erkennt. Für die Serienabnahme werden Rohdaten je Kanal vor und nach Korrektur sowie repräsentative Richtdiagramme an Band- und Scanrändern benötigt.