Was muss die Spezifikation einer dualpolarisierten Antenne nachweisen?
Sie muss zeigen, dass zwei definierte Polarisationsports über Band, Winkel und Einbauumgebung unterscheidbare, wiederholbare Strahlungsantworten mit ausreichender Diskrimination und Isolation erzeugen. Zwei Anschlüsse allein belegen keine nutzbare Dualpolarisation. Das Ergebnis hängt von Polarisationsbasis, Speisung oder Orthomodenstruktur, gemeinsamer Apertur, Radom, Portbalance und dem benötigten Winkelbereich ab. Dualpolarisation kann Diversität, räumliche Übertragung oder polarimetrische Sensorik unterstützen; Kanalunabhängigkeit und Systemgewinn hängen zusätzlich von Funkpfaden und Ausbreitung ab.
Polarisationsbasis und Blickrichtung definieren
Legen Sie vertikal-horizontal, plus/minus 45 Grad linear, rechts-links zirkular oder eine andere orthogonale Basis fest. Definieren Sie Koordinatensystem, Hauptstrahl, Referenzebene, Blickrichtung und Portbezeichnung; bei zirkularer Polarisation ändert sich die Händigkeit mit der Blickrichtung. Nennen Sie Sende-, Empfangs- oder reziproken Betrieb und das Ziel: Diversität, räumliche Kanäle, Störunterdrückung oder Polarimetrie. Eine integrierte Speisung, Polarisator- oder Orthomodenverbindung ist Teil der Isolation, Phase und Kreuzpolantwort und muss zur Liefergrenze gehören.
Ko- und Kreuzpolverhalten über den Winkel spezifizieren
Fordern Sie realisierten Gewinn sowie Ko- und Kreuzpoldiagramme in Azimut und Elevation für beide Ports bei repräsentativen Frequenzen. Definieren Sie Winkelmasken für Strahlbreite, Hauptstrahl, Nebenkeulen, Vor-Rück-Verhältnis und Kreuzpoldiskrimination statt nur eines Achswerts. Vergleichen Sie Diagrammgleichlauf, Portisolation, Rückflussdämpfung oder VSWR, Differenzphase, Gruppenlaufzeit und gegebenenfalls Phasenzentrum. Für räumliche Kanäle ist eine zulässige Diagrammkorrelation im vorgesehenen Ausbreitungsmodell festzulegen; Sensorik benötigt definierte Polarisationstreue und Kalibriermatrix.
Asymmetrien von Speisung, Kabel, Radom und Halter begrenzen
Steckerübergänge, Speisetoleranzen, Kabellänge, Biegung, Drehmoment, Feuchte, Radom, Halter und Metall in der Nähe verändern Portbalance. Spezifizieren Sie Amplituden- und Phasengleichlauf bis zu den gelieferten Referenzebenen und ob Kabel zur Kalibrierung gehören. Portbezeichnung und Polarisationslage müssen von Zeichnung bis Montage erhalten bleiben; vertauschte Ports oder eine gedrehte Antenne können elektrisch unauffällig sein und trotzdem die Verarbeitung verfälschen. Ergänzen Sie Leistung, passive Intermodulation, Dichtigkeit, Temperatur, Schwingung und Rekalibrierung nach Austausch.
Vollständige Zweitorantwort und Strahlungsmatrix messen
Messen Sie mit kalibriertem Netzwerkanalysator Reflexion und Übertragung aller Portkombinationen über Frequenz und Temperatur. Im Antennenmessplatz werden Koordinaten ausgerichtet und Gewinn, Strahlrichtung, Ko- und Kreuzpoldiagramme, Diskrimination, Isolation und Phase beider Ports mit Serienradom und Halter erfasst. Dokumentieren Sie Sondenpolarisation, Unsicherheit, Kabelkorrektur und Referenzebenen. Wiederholen Sie Bandgrenzen und kritische Winkel und prüfen Sie vor Ort Portbelegung, Orientierung, Kabelgleichheit und Isolation. Antennenfehler sind von Empfängerbalance, Depolarisation und digitaler Kalibrierung zu trennen.
- Polarisationsbasis, Koordinatensystem, Blickrichtung, Hauptstrahl, Portbezeichnung und Händigkeit
- Band, Gewinn, Strahlbreite, Richtung, Nebenkeulen, Vor-Rück-Verhältnis und Diagrammgleichlauf beider Ports
- Ko- und Kreuzpoldiagramme, Winkelmaske, Portisolation, Rückflussdämpfung oder VSWR und Differenzphase
- Speisungs- oder Orthomodengrenze, Übergänge, Kabelreferenz, Amplituden-Phasen-Balance und Phasenzentrum
- Leistung, passive Intermodulation, Radom, Halter, Feuchte, Temperatur, Schwingung, Austausch und Rekalibrierung
- Vollständige Streuparametermatrix, Messplatz, Sondenpolarisation, Unsicherheit, Serienaufbau und Standortprüfung
Kategoriegrenze und Betriebsgrenzen
Enthalten sind Antennenbaugruppen mit zwei deklarierten orthogonalen Polarisationskanälen sowie integrierte Speisung, Polarisator- oder Orthomodenfunktion, wenn sie Teil der Antenne sind. Separate Speisenetze, Hybride, Strahlformer, Empfänger, Sender, Kalibrierprozessoren und vollständige Funk- oder Radarsysteme bleiben getrennt. Dualpolarisation garantiert ohne Ausbreitungs-, HF-Ketten- und Kalibrierbedingungen weder unkorrelierte Kanäle noch Kapazitätsgewinn oder polarimetrische Genauigkeit.
