P1dB und Zweiton-IMD sind getrennte nichtlineare Tests. P1dB verwendet einen Ton und einen Leistungssweep. Gemessener Gain wird mit einem definierten Kleinsignal-Fit verglichen; angegeben wird der ein- oder ausgangsbezogene Pegel bei 1 dB Gain-Abfall. Frequenz, Sweep-Richtung, Verweilzeit, Bias, Thermik, Last, Ebenen und Fit-Methode sind Teil des Ergebnisses.
Der Zweitontest speist zwei Frequenzen mit angegebenem Abstand und Leistung je Ton ein und misst Grund- sowie Intermodulationsprodukte. Die Leistungsangabe je Ton oder als Summe, Quellenisolation und Empfängerreserve müssen eindeutig sein. Ein Resttest mit Durchgang oder Dämpfung weist nach, dass Quellen-IMD und Empfängerverzerrung unter den DUT-Produkten liegen.
Extrapoliertes IP3 ersetzt keine Kompressionsmessung; beide ersetzen weder EVM noch Nachbarkanal- oder Memory-Effect-Test. Ein Vergleich ist nur bei gleichen Referenzebenen, Tonabständen, Leistungsdefinitionen, Bandbreiten, Mittelungen, Bias- und Temperaturbedingungen gültig. Puls- oder Modulationsanwendungen benötigen zusätzlich die reale Signalform.