Eine Spiegelfrequenz ist eine unerwünschte Eingangsfrequenz, die über eine andere Summen- oder Differenzbeziehung mit dem LO dieselbe gewünschte ZF erreicht. Bei niederseitiger Umsetzung mit ZF=RFNutz-LO liegt ein typischer Spiegel bei RFSpiegel=LO-ZF. Bei hochseitiger Einspeisung wandert er auf die andere LO-Seite; zugleich kann sich die Nutzspektrumsreihenfolge umkehren.
Das vollständige Spiegelband wird an allen RF-, ZF- und LO-Grenzen berechnet. Aus maximalem Spiegel-/Blockerpegel, zulässiger Ausgangsstörung und nachfolgendem Gewinn ergibt sich die nötige Unterdrückung. Sie wird auf Vorselektion, Mischer oder IQ-/Spiegelarchitektur, Kalibrierung und Nachfilter verteilt. Ein Datenblattwert ist nur verwendbar, wenn Frequenz, Temperatur, Gain-Zustand, Eingangspegel und Bezugsebene zum Projekt passen.
Der Plan ist zu verwerfen, wenn Spiegel- und Nutzband im Vorfilter überlappen, IQ-Fehler die Unterdrückung in Serie nicht halten oder die nötige Filterflanke physikalisch nicht realisierbar ist.