Link Margin ist die Differenz zwischen erwartetem Empfangspegel und dem für das vereinbarte Qualitätskriterium erforderlichen Pegel, jeweils an derselben Bezugsebene.
Die Link Margin wird richtungsbezogen an einer benannten Empfänger-Bezugsebene berechnet. Sendeleistung, sendeseitige Verluste und Gewinne, getrennte Pfadverluste, Empfangsantennengewinn und empfangsseitige Verluste ergeben den erwarteten Pegel. Davon wird die Empfängerschwelle für die festgelegte Wellenform, Bandbreite und Fehlerrate abgezogen.
Im 6-GHz-Beispiel mit 12 km, +30 dBm Sendeleistung, je 34 dBi Antennengewinn und je 1,5 dB Feederverlust liegt der Freiraum-Empfangspegel bei etwa -34,6 dBm. Gegen -70,5 dBm Schwelle sind das 35,9 dB rechnerische Reserve. Regen, Multipath, Pfadfreiheit, Interferenz, Ausrichtung und Gerätetoleranz müssen anschließend als getrennte Terme bewertet werden; erst daraus folgt die Verfügbarkeitsaussage.