Ein HF-Leistungsteiler erzeugt aus einem gemeinsamen Eingang zwei oder mehr definierte Ausgangspfade; ein Richtkoppler entnimmt einen festgelegten Anteil der vor- oder rücklaufenden Welle und erhält einen dominanten Durchgangspfad. Beim Teiler sind Portzahl, ideale Teilung, Zusatzverlust, Amplituden-/Phasenbalance, Ausgangsisolation, Anpassung und Leistung entscheidend. Beim Koppler kommen Koppelfaktor, Koppelflachheit, Richtschärfe, Hauptleitungsverlust und Orientierung hinzu.
Leistungsteiler sind der übliche Ausgangspunkt für parallele Empfängerpfade, LO-Verteilung oder kohärente Messkanäle mit bekanntem relativen Pegel und Phasenbezug. Richt- oder Zweirichtungskoppler sind geeigneter für Vor-/Rücklaufmessung, Pegelregelung und Fehlanpassungserkennung, wenn der Hauptpfad nicht um etwa die Hälfte seiner Leistung reduziert werden soll.
Die Bauteile sind trotz ähnlicher Portzahl nicht austauschbar. Eine Anfrage muss Signalrichtung, Portfunktion, Impedanz, Band, Teilungs- oder Koppelfaktor, Verlustdefinition, Isolation oder Richtschärfe, Anpassung, mittlere und Spitzenleistung, Fehlanpassungsfall sowie Abschluss unbenutzter Ports enthalten.