Holdover beginnt, wenn das Zeitgerät den lokalen Oszillator nicht mehr aus einer akzeptierten GNSS-Referenz nachführen kann. Die Anforderung nennt Verriegelung und Warmlauf vor dem Ausfall, Dauer, Temperatur und Versorgung, Oszillatorart und Vorgeschichte sowie den maximalen akkumulierten Zeit- oder Phasenfehler am gelieferten Ausgang.
Die Datenblattgenauigkeit des Oszillators reicht nicht. Während GNSS verfügbar ist, lernt und korrigiert die Regelschleife sein Verhalten; nach Referenzverlust wirken Temperatur, Alterung, Lernzeit und Algorithmus. Für Frequenz ist Statistik samt Mittelungszeit, für Zeit ein Fehlerverlauf über die gesamte Dauer erforderlich.
Festzulegen sind außerdem Verlustdetektion, Alarmverzug, Validitätsflag, intermittierender Empfang, Wiedererfassung und zulässige Phasenkorrektur. Der Test startet aus kontrollierten Zuständen und speichert den vollständigen Zeitfehler, damit unzulässige Sprünge nicht hinter einem guten Endwert verschwinden.