CW- und Puls-Leistungsverstärker dürfen nicht anhand derselben Leistungsangabe ausgewählt werden. CW wird durch dauerhafte HF-Leistung, DC-Aufnahme, Wärmeweg und Langzeitstabilität begrenzt. Pulsbetrieb erfordert zusätzlich Spitzenstrom und -spannung, Pulsbreite, PRF, Tastgrad, Flanken, Droop, Erholung und Schutzverhalten.
- CW: Nennleistung bei definierter Frequenz, Grundplatten-/Umgebungstemperatur und Kühlung bis zum thermischen Gleichgewicht prüfen.
- Puls: Leistung über den gesamten Puls messen und Pulsbreite, PRF, Tastgrad, Gate-Timing, Droop und Erholung dokumentieren.
- Modulation: Bandbreite, PAPR und EVM/ACPR bzw. Spektralmaske ergänzen.
- Fehlanpassung: VSWR, Phase, Dauer und erlaubte Schutzreaktion festlegen.
Beispiel: 100 W CW bei angenommenen 40 % DC-zu-HF-Wirkungsgrad benötigen rund 250 W DC; etwa 150 W Wärme sind abzuführen. Ein 1-kW-Puls bei 10 % Tastgrad liefert ebenfalls 100 W mittlere HF-Leistung, belastet Versorgung, Transistor und Anpassnetzwerk jedoch weiterhin mit 1 kW Spitze und thermischen Zyklen.
Verwerfen Sie eine Angabe ohne Signalform, Frequenz, Temperatur, Kühlung, Pulsbedingungen und Referenzebene. Die RFQ muss Mittel-/Spitzenleistung, Pulsbreite, PRF, Tastgrad, Modulation/PAPR, Linearitätsgrenze, Burstlänge, VSWR, Versorgungstransienten, Kühlfläche und Abnahmetest enthalten.